Was ist eigentlich ein Page Builder?


Nicht nur bei Webseiten mit WordPress wird das Layout durch ein sogenanntes Theme gesteuert. Es gibt Standard-Themes, die vorinstalliert sind, kostenlose Standard-Themes die einfach aber unflexibel sind, Premium-Themes die kostenpflichtig sind, aber trotzdem schlecht sind und wenige Themes, die wirklich zu empfehlen sind.

Page Builder von Theme Fusion

Wer WordPress im Standard nutzt kann über den Editor Text und Bilder bearbeiten. Für eine einfache Darstellung ist das absolut ausreichend. Sobald man aber z.B. ein 2-spaltiges/mehrspaltiges Layout haben möchte, muss man entweder gut programmieren können oder sich mit Plugins behilflich sein. So kann man nicht nur die Anzahl der Spalten definieren, sondern auch Tabs, Akkordeons, Tabellen u.v.m. mit ein paar Klicks einfügen.

Ein Page Builder hat definierte Elemente, die man (optimaler weise: beliebig) einsetzen kann. Teilweise passen sich die Elemente an das Theme und die Einstellungen an. Man muss also nicht bei jedem Element z.B. die Schriftart der Überschrift auswählen. Teilweise kann man aber eigene Einstellungen vornehmen z.B. die Größe der Überschrift.

Flexible vs. Komplex

Ein Grund, warum wir das Avada Theme nutzen ist der integrierte Page Builder von Theme Fusion. Dieses Plugin wird seit 6 Jahren zusammen mit dem Avada Theme entwickelt und ist aus unserer Sicht der Beste auf dem Markt. Er schafft den schmalen Grad zwischen Flexibilität und Komplexität.

Ein weiterer guter Page Builder ist der WPBakery Page Builder (zuvor Visual Composer). Er wird von vielen WordPress Themes unterstützt und ist beliebig erweiterbar. Aus meiner Sicht ist der Aufbau von Containern, Spalten und Elemente nicht ganz so gut gelungen, aber man kann sich definitiv daran gewöhnen. Auch noch zu erwähnen ist der Elementor Page Builder. Da dieser erst seit 2016 existiert, hat der den jüngsten Code und die modernste Technik, aber die Kinderkrankheiten sind eben auch noch zu überwinden.

Logisch vs. Pragmatisch

Neben den vorhandenen Optionen ist natürlich die Anordnung von entscheidender Bedeutung. Ich schätze, dass es im Fusion Page Builder ca. 1.500 Einstellungen gibt. Die Anzahl der Kombinationen kann ich auch ausrechnen, ist aber irrelevant;) Wichtiger sind die (nicht zu vermeidenden) Widersprüche in den Einstellungen. D.h. ich kann an der einen Stelle für ein Element die Farbe schwarz angeben und an anderer Stelle weiß. Daraus entstehen viele Verwirrungen, weil ich doch fest mit einem schwarzen Text rechne und der einfach nur weiß bleibt. Auch an dieser Stelle ist bei Theme Fusion Vorkehrung getroffen, indem die Einstellungen sehr gut beschrieben sind. Neben dem Feld für weiß steht also ein kleiner Hinweis, dass diese Einstellung evtl. durch die Einstellung XY überschrieben wird.

Insgesamt ist der Page Builder also eine Art Werkzeugkasten, mit dem ich das Aussehen der Webseite bearbeiten kann. Gute Handwerker lieben gutes Werkzeug.

Ab der Version 5.0 wird WordPress in Standard nun auch einen Page Builder enthalten. Der sogenannte Gutenberg Editor, den Sie hier testen können. Ich habe ihn ebenfalls mehrfach getestet. Software ist selten von Anfang an perfekt, aber ich muss sagen, dass ich lieber noch etwas warte bevor der Gutenberg Editor mein favorisierter Page Builder werden kann.